Muncho Lake

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die allgemeine Umgebung

So kommen wir jetzt endlich mal zu den Verhältnissen in denen ich mich derzeit befinde. Wir sind also am 1. Mai etwa gegen 18 Uhr hier in der Northern Rockies Lodge angekommen, wo ich jetzt also die nächsten 6 Monate lebe und arbeite – gibt auch eine hübsche Webseite falls ihr das mal näher untersuchen wollt ;P

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Mein Zimmer

Nach der Ankunft hat mich gleich eine Mitarbeiterin begrüßt, die auch sichtlich erleichtert war, dass ich aufgetaucht bin – denn in Kanada leider üblich: die Leute tauchen öfters mal nicht auf. Man bewirbt sich auf eine Stelle und trifft Verabredungen, aber sagt dann wenn sich was anderes ergibt einfach nicht ab. Und da ich dann auch etwa 2 Stunden zu spät dran war hat man bereits angenommen ich werde wohl auch nicht auftauchen. Bin ich aber. Dann wurde mir fix alles gezeigt, mir wurde ein Burger gemacht (legggger ^^) und dann wollte ich eigentlich auch nur noch schlafen.Image

Am nächsten Tag zeigte sich dann auch, dass meine Beschäftigung eher ungenau ist. Das heißt ich werd wohl alles mal machen: Housekeeping (also Betten machen, Zimmer putzen), Front Desk (Reservierung annehmen, Leute ein- und auschecken, Tankstelle, Verkauf) und Restaurant. Erstmal ging es aber mit Housekeeping los. Das ist unfassbar anstrengend! Da krieg ich sicherlich mal paar Muskeln in den Armen vom ganzen Betten aufschütteln ;P und auch sonst ist es natürlich nicht immer schön, weil die Leute nicht gerade reinlicher werden wenn sie wissen, dass jemand hinter ihnen her putzt. Aber ab und zu gibt es gutes Trinkgeld (hier teilen wir uns das alle, also 5 Mädels geben alles in eine Kasse und am Ende des Monats wird aufgeteilt). Jetzt hatte ich nacheinander mal 5, 10 und 20$ im Zimmer liegen 🙂 das ist aber natürlich eher die Ausnahme, häufiger lassen die Leute gar nichts für eine Nacht da.

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Stonesheep

Das große Trinkgeld springt hier natürlich im Restaurant raus – üblich sind um die 10-15% auf die Rechnung (ist ja in Deutschland auch nicht mehr unüblich). Aber wie schonmal erwähnt, die Kanadier sind sehr nett und gerade bei sowas lassen sie sich nicht lumpen. Da kamen also bei mir an einem Abend, mit etwa 5 Tischen durchaus schon 50$ zusammen – bei einem Essenspreis von je um die 50$ waren die Leute also sehr spendabel. Zumal ich auch immer wieder betonen musste, dass ich nur Trainee (also Anfänger bin) und da waren dann alle erstmal verständnisvoll und nett 🙂 Sowas macht dann natürlich sehr viel Spaß ^^ Es ist auch schön sein Englisch mal auf die Probe stellen zu können. Da kommt es dann auch bei mir zu Problemen – bei Namen von Soßen oder Bier! Das kennt man ja nicht alles… oder erklärt mal einem Ami was Spätzle sind!

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Buffalo/Bison-Herde am Highway

Am Front Desk kann man aber auch nett mit Leuten plaudern, die interssanteste (und wichtigeste) Frage ist immer: Wo kommt ihr her? Wo geht ihr hin? Heute war zum Beispiel ein Ehepaar die ziehen von North Pole, Alaska nach Michigan – ein Strecke von mehr als 5700km – und das mit Auto und Umzughänger! Unvorstellbar. Ich hatte auch schon 2 Mädels die unten bei Vancouver studieren und aus Whitehorse (im Yukon) kommen – wenn die nach Hause wollen müssen sie also erstmal 2500km fahren. Das sind Entfernungen die für Deutsche natürlich absolut extrem sind, aber hier ist es den Leuten nicht wirklich wichtig. Wenn man hier kein Haus oder Geld hat, ein Auto hat man in jedem Fall und mehr brauch man ja eigentlich auch nicht 😉 Die Mädels waren übrigens sehr amüsiert als ich ihnen erzählte ich habe 2 Stunden von zu Hause studiert.

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Berührungsängste? Wohl kaum…

Eine Woche Arbeiten besteht immer aus 6 Tagen Arbeit und einem Tag frei – immer der gleiche Wochentag. Bei mir ist es Dienstag. Die Stunden können aber variieren (ich hatte bisher von 4h/Tag – 7,5h/Tag alles), wobei man jetzt noch nicht über 8 Stunden kommen darf, weil wir uns noch außerhalb der Saison befinden und eigentlich dürfte noch nicht soviel los sein, dass wir Überstunden arbeiten müssten. Und es ist auch noch nicht sehr viel los. Es ändert sich natürlich von Tag zu Tag. Donnerstag letzte Woche war z.B. ziemlich viel los, also wurde ich für Freitag Abend mit eingeplant und da kamen dann gerade mal 2 Pärchen. Aber das ist natürlich alles sehr gut für mich, weil ich noch viel lernen muss und dann muss ich das nicht alles im Stress und unter Zeitdruck lernen, sondern kann immer mal wieder nachfragen oder auch mal Fehler machen.

Die anderen Angestellten sind alle nett. Viele sind Schweizer (eigentlich die Mehrheit, genau wie meine Chefs), aber auch ein paar Deutsche, 3 Kanadier (bisher) und es soll auch noch jemand aus Indien und eine von den Phillipinen kommen. Aber da gibt es noch Visa-Schwierigkeiten und es steht noch kein Datum fest. So kommen und gehen auch immer mal wieder Leute. Ich bleibe ja bis Ende Oktober (so ist es zumindest geplant), die Kanadier die noch studieren gehen dann Ende August, einer geht im September, manche werden zwischendrin einfach aufbrechen. Mir wurde jedenfalls gesagt, dass es bisher noch keinen Sommer gab wo nicht jemand plötzlich gekündigt hat und weg ist.

ein kleines Kalb war auch dabei! Süß!!

Nochmal kurz ein paar allgemeine Sachen: Ich wohne also im Keller der Lodge hier (im wesentlichen das Hauptgebäude mit den Hotelzimmern) – habe auch ein Fenster, so tief ist der Kellern nämlich nicht eingelassen. Direkt unter der Bar, was nerven kann, da ab und zu jemand über meinem Zimmer lang läuft und das hört man sehr deutlich, aber es ist ok. Das Fenster kann ich aber spätestens ab 17 Uhr nicht mehr öffnen, weil auch die Abzugsluft von der Küche nicht weit ist und da riecht es dann nach Fritten, ab 22Uhr geht es dann aber wieder. Ansonsten haben wir ab Sommer noch eine alte Lodge/das Motel – da ist zum Einen ein Lager drin und die etwas billigeren Räume. Dann Cabins, also kleine Ferienhäuser oder so, die teilweise auch direkt am See liegen. Und einen RV-/Camping-Platz, der ist gedacht für die sogenannten Motor-Homes, also das „zu Hause auf Rädern“, denn im Zelt schlafen die Leute hier eigentlich eher nicht. Stattdessen verkaufen viele ihre Häuser und kaufen sich einen riesen Wohnwagen. Das sind dann natürlich eher Reisebusse als Wohnwagen, mit allem Schnick-Schnack: Satalliten-Anschluss für den Flachbildfernseher, Waschmaschine, Trockner, Herd, etc. Ich war leider in keinem bisher drin, aber es kostet Überwindung die Leute nicht zu fragen ob man sich drinnen mal umschauen darf ^^ Ich werde der Versuchung sicher noch erliegen ;P

Ansonsten: ich hab ein Zimmer für mich, bin gut versorgt – die Köche bereiten Mittags und Abends ein Essen für die Angestellten vor (von Suppe und Sandwiches bis Steak ist alles dabei) – kann fleißig Wäsche waschen (dann auch schonmal für die Eltern, die etwa 40 Minuten weiter nördlich wohnen und die Möglichkeit zum Wäsche waschen nicht haben), spreche fleißig Englisch, lerne viel und gehe auch ab und an mal auf Erkundungstour im Wald – jetzt noch lieber, weil es hier noch keine Bären geben soll, da alles noch zu karg ist. Und dann steh ich halt auch mal auf einer Anhöhe und schau mich um und sehe den See und die Berge und Wald und sonst niemand weit und breit und dann… naja, das wird jetzt alles wieder zu schmalzig, aber ganz echt: wenn ihr je die Möglichkeit seht hierher zu kommen, macht das – es lohnt sich! Ach ja, und Internet hab ich natürlich auch – eher langsam, also die Downloads brauchen alle etwas länger, aber es geht ^^

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das Eichhörnchen (wer findets?) hat vielleicht geschimpft, dass ich da so Paparazzi-mäßig Bilder schieße

Und an meinen ersten freien Tag hab ich dann also meine Ma besucht und wieder viel Wildlife gesehen (Stonesheep, Buffalos, Caribou). Es ist auch ganz lustig hier so die Eine zu sein, die ihre Familie besuchen kann, denn sonst ist ja hier Oben eher niemand, man kommt also entweder zusammen oder alleine und nicht so wie ich mit Familie in der Nähe.

Okay, soweit erstmal. Ich weiß nicht wie informativ das jetzt für euch war oder wie relevant und ob ich vielleicht etwas total Fundamentales vergessen habe zu schreiben, wo ihr euch denkt „Na, aber wie ist das WASSER????“ oder so, aber das war ja nicht meint letzter Post. Soweit wisst ihr erstmal ein bisschen mehr und ich freue mich immer total wenn ihr mir einen kurzen Kommentar hinterlasst (danke ihr Drei! Ihr wisst ja wer ihr seid ^^) oder ich mal was von Deutschland höre.

Liebe Grüße 😀

Ab nach Norden – Teil 3

Hey 🙂 Ganz fix jetzt noch mal kurz der Abschluss der Reise. Bin ja nun auch schon den fünften Tag hier angekommen, also häng ich ganz schön hinterher mit berichten, aber muss alles seine Ordnung haben. Hoffentlich wird das hier auch alles nicht so lang, aber damit ihr mal ein paar Ortnamen und Storys hört ;P

die gesamte Strecke auf einen Blick

Los gings also in Lac La Hache und ich hatte ja schon ein Bild gepostet mit der km-Angabe: ingesamt etwas mehr als 1400km! Die nächst größere Stadt war Williams Lake, wo auch mein Flugzeug ein paar Tage vorher gelandet ist. Immerhin auch schon etwa 1 Stunde entfernt, aber hier sind die Strecken überhaupt nicht mit deutschen Enterfnungen zu vergleichen! Die Leute lachen euch hier aus wenn ihr denen erzählt ihr lebt 2 Stunden entfernt und da sieht man sich nicht oft – denn das ist hier eigentlich der Regelfall, dass man soweit auseinander lebt – zum nächsten Nachbarn können es schon mal 15 Minuten Fahrt sein und man schafft es trotzdem soziale Kontakte zu erhalten! Interessanten gibt es vom Anfang der Strecke noch nicht zu berichten, zumindest fällt mir nix ein.

Irgendwann kommt man nach Prince George, und die Stadt an sich – wenn auch groß – kam mir nicht sehr interessant vor. Was aber interessant ist, ist dass sie direkt zum Fuße der Rocky Mountains liegt. Man fährt also raus, die Straße lang und dann geht hoch hoch hoch und BUMM! ist man mitten drin in den Rockies! Sehr spannend und wunderschön! Dort lag natürlich noch viel Schnee auf den Gipfeln und Gewässer sind noch zugefroren. Beschreiben kann man es schwer. Es ist nicht so das man denkt: WOW! Unfassbar! WIE SCHÖN! sondern vielmehr: Aha, soso das sind also die Rocky Mountains… VERDAMMTE AXT DIE ROCKY MOUNTAINS! UND ICH FAHR DURCH! ^^

Bilder können das dann alles auch gar nicht fassen, weil ich denke es ist auch ganz stark ein Gefühl… mehr wie etwas Sichtbares? Schwer zu erklären… aber ich hab versucht Bilder zu machen (siehe vorherigen Post). Wobei da wirklich aufgefallen ist – und deswegen hab ich die Landschaftsbilder eigentlich alle nicht gepostet – wie wenig es wirkt. Man steht irgendwann mal oben auf einem… Berg und schaut auf den Fraser (Fluss) runter und überblickt riesige Felder und Berge und Wiesen und… das ist so unfassbar groß alles. So WEIT! Man sieht weit und breit kein Haus, kein Auto, keine Menschen, nichts. Alles wirkt unberührt und… einfach riesig. Naja, das klingt alles bisschen abgelutscht, aber so ist das und dann macht man ein Bild und denkt sich: Aha, ein Feld. Das ist dann irgendwie sinnlos und deswegen quäl ich euch nicht mit langweiligen Landschaftsaufnahmen ;P

Auf der Strecke haben wir dann schon einiges an Deer gesehen. Kurz hinterm Moberly Lake haben wir dann übernachtet. Dort war es super schön. Eisig kalt – über Nacht hat es da gefroren, aber wirklich schön. Der See noch weitestgehend gefroren, kein Mensch weiter auf dem Campingplatz, aber Toiletten mit Toilettenpapier! Da sind die Kanadier bemüht! Auch hier aber wieder einen Bären!Aufgepasst! Schild, aber mir wurde versichert das es noch vom letzten Herbst ist.

Dann weiter und einen kleinen Abstecher nach Fort St. John, wo die Aufnahme von Hunter Dan entstand – in einem Jagdzubehörladen, wo ich auch meine Fishing-Lizenz erwerben konnte (allerdings erst nach Anlaufschwierigkeiten, denn das junge Mädchen an der Kasse hatte Probleme meinen Pass zu lesen! Ist ja auch schwer aus den Namen herauszufinden was denn nun Vor- und was Nachname sein könnte! Ganz zu schweigen von meinem Geburtsdatum! ;P). Dann kurzer Halt am Denkmal beim Charlie Lake (folgende Story: als der Alaska Highway gebaut wurde, sind kurz nach dem Auftauen des Sees im Mai 1942 ein paar US-Soldaten mit Baumaterial über den See geschippert, dann kam Sturm und 12 Männer sind gestorben, 2 konnte ein ansässiger Mann mit Boot retten – oder so. Dafür wird dann ein Denkmal gebaut und wir Deutschen denken: 12 Mann? und gleich ein Denkmal? Legt euch erstmal Geschichte zu, ihr steckt ja noch in den Kinderschuhen!).

Dann weiter und kurz vor Fort Nelson wieder übernachten. Dort waren wir übrigens im Pub und ich wurde natürlich prompt nach dem Betreten um meinen Ausweis gebeten! Tja, das ist dann also schonmal nicht vom Land abhängig ;P Am nächsten Tag waren wir da noch kurz im Visitor Center, bzw. im Recreation Center – das nennt sich so, weil die Leute im Norden nicht sehr viel Ausgleich haben, also bauen die Communities (Gemeinden würde man wohl auf Deutsch sagen) Rec. Centers als Orte wo man sich bewegen kann, meist ist eine Schwimmhalle drin, oder überhaupt sportliche Sachen. Wir waren aber nur im Besucherzentrum, wo es außer jede Menge Prospekte wenig gab. Die sind nämlich vor kurzem erst da rein gezogen und alles sieht noch sehr leer aus. Nett waren sie trotzdem und Internet gab es wie gesagt auch ^^

Gegenüber davon war übrigens ein „Museum“ – wobei das nicht mit euerm Verständnis des Wortes zu tun hat. Hier ist es nämlich so: von Autos trennt man sich selten… oder überhaupt von Metal. Was nicht mehr gebraucht wird oder kaputt ist kommt also nicht auf den Schrott, sondern in den Garten. Wo es dann steht und steht und verrottet und steht. Und aus dergleichen Gegenständen, Metallschrott und Autos bestand das Musuem. Flugzeugmotor, Propeller, alte Autos und Baumaschinen, all sowas stand du rum und hätte die tatsächlich aufgehabt hätte man dafür bezahlen können, aber Saison ist noch nicht also gabs nur alles was draußen steht anzuschauen. Der Hund war sehr interessiert. Ich eher belustig von diesen „historischen Gegenständen“ die nicht älter sind als meine Großeltern ^^

So und dann wieder auf die Straße und nach Muncho Lake, wo ich jetzt also verweile. Dazu denn morgen mehr… oder heute Abend für euch? Oder nachts? Wir werden sehen 🙂

Ach so: eine kleine Story hab ich noch. Auf dem Rückweg vom Museum zu Besucherzentrum mussten wir (Hund, Mama und ich) nur die Straße überqueren. Und ich erwähnte es breits: die Straßen sind selten voll. Dennnoch kam genau da von links 3 Autos und von rechts 1. Brav stellen wir uns also an den Straßenrand und wollen die Autos abwarten, als der Verkehr fix zum Stillstand kommt, nur um uns 3 über die Straße zu lassen! So ein freundliches Völkchen! 🙂 So das soll gewesen sein!

Ganz liebe Grüße!

Ab nach Norden – Teil 1

Hey Leute!

Hab es also doch nicht mehr geschafft am Wochenende zu schreiben, aber jetzt ist mal etwas Zeit und Internet ;D. Wir sind also Sonntag Morgen, gegen kurz vor Neun – geplant war 8 Uhr ;P – gen Norden gestartet. Ingesamt ungefähr 1400km Strecke! Das zieht sich jedoch über 3 Tage. Heute ist Tag 3 und wir rechnen damit am späten Nachmittag dann anzukommen (Ortsnamen und Strecke und alles wird nachgereicht!). Das heißt wir haben 2 mal übernachtet (im Camper) und sind dann tagsüber an die 500-600km gefahren, mit großem Hänger und Camper auf dem Auto. Das schleppt sich also. Aber hier fährt es sich sehr schön. Die Highways sind sehr leer – kein Vergleich zu deutschen Autobahnen! Derartige Blechlawinen kennen die Leute hier gar nicht. Maximal darf man 100 km/h fahren (bevor die Frage kommt: man rechnet hier in km nicht miles) aber es gibt so viel zu sehen und ohnehin ist unser Gefährt dermaßen schwer, dass das völlig ausreicht.

Wir sind also bereits durch die Rocky Mountains gefahren, haben Wildlife gesehen (Robins, Deer – Maultierhirsche & White-Tail-Deer – einen Bären habe ich schon erspäht ABER leider nur versteckt im Wald beim schnellen vorbeifahren, einen Fuchs der über einen zugefrorenen See rannte und Pelikane). Ich warte schon gespannt auf meinen ersten Buffalo – die sind nämlich unfassbar RIESIG! Ich hab einen Kopf im Jagdladen gesehen, der Kopf allein entsprach vielleicht meiner Körperhöhe ^^ Auf Bären dagegen kann ich eigentlich verzichten, aber ich befürchte das wird sich nicht ganz vermeiden lassen, aber mal abwarten. Ich berichte!

Sonst kann ich sooo viel gar nicht erzählen, die meiste Zeit sitze ich ja nur hinten im Auto und versuch was zu sehen, dann werd ich müde und schlafe etwas und dann versuche ich wieder etwas zu sehen… Naja und so geht das dann den Tag über. Der Hund leistet mir hinten Gesellschaft… oder ich dem Hund, je nachdem wen ihr fragt ;P

Zum Wetter sei gesagt: da könnt ich euch zu Hause schön sonnen, aber hier ist es auch nicht schlecht. Klar, in den Bergen oben wird es kälter und wie gesagt: die Seen sind häufig noch gefroren, aber die Temperaturen selbst sind okay. Die erste Nacht waren wohl -5°C und die Stellen vom See die frei waren sind wieder zu gefroren, aber die zweite Nacht war es okay. Abends um die 15° und nachts würde ich vielleich 5° schätzen – ging also. Jetzt ist es wieder sonnig und erwärmt sich, ich denke es wird dann auch wieder um die 15° werden. Im Auto ist einem das ja aber ohnehin meist gleichgültig.

Heute fahren wir dann erneut über die Rockies, also weit nach Oben, und dann wieder runter auf – so wurde es mir gesagt – weniger als ~400m über dem Meeresspiegel 😉

Wir warten und beschäftigen uns jetzt im Recreation Center/Visitor Center in Fort Nelson bis Paul sein Auto bekommt. Die Kanadier sind nicht so hinterher mit den Deadlines. Theoretisch hätte es natürlich heute früh schon bereit stehen sollen, aber nee! Ist noch in der Werkstatt – alle sind sorry und entschuldigen sich, aber anders wird es beim nächsten Mal wohl auch nicht werden ;P

Bilder folgen, sobald ich wieder Internet und Zugang zu meinem Foto-Kabel habe, bis dahin hoffe ich ihr seid etwas beruhigt, falls ihr euch Sorgen gemacht habt ob eine Lawine und/oder Bär  mich schon verschluckt hat ;P (übrigens: ich wurde schon gewarnt vor den „Rednecks im Norden“ für die wäre ich wohl sowas wie Freiwild! :O )

Ganz liebe Grüße nach Deutschland! (und sorry für eventuelle Rechtschreibfehler, bin doch etwas überhastet gewesen beim tippen ^^)

first day of flying // erster Flugtag

Hallo! Geht gleich gut los mit einem Posting schon am ersten Tag hier aus Kanada!

Gestern – also von 6 Uhr früh in Deutschland aufstehen bis immerhin knapp 22 Uhr in Kanada schlafen gehen (also etwa früh 7 Uhr deutsche Zeit) – war doch ganz schön stressig. 24 h wach sein, dass kann man wohl bloß problemlos mit Pillen oder Training ;D Ich war jedenfalls völlig k.o. und wusste erstmal nicht wie ich dem Einreisebeamten antworten konnte auf die Frage nach meinem Befinden. (am Ende dann etwa so: „I… äh, I am very… äh… wait. I’m pretty tired!“ – was übersetz zu: „Ich bin ziemlich müde“- was man aber wohl aus meiner Art diesen kleinen Satz rauszubringen schon herausfinden konnte. Seine Antwort war übrigens: Warum? Berlin ist doch nicht weit! haha).

Naja, am Ende alles überstanden und irgendwann in einem Hostel-Zimmer in Downtown Vancouver angekommen, wo ich -dank meiner Zimmer-Mitbewohnerin- die Tür fast nicht aufbekam, weil ihr Koffer und dessen Inhalt im kleinen Zimmer so ziemlich überall war und dann die Tür blockierte! Sie war aber trotzdem sehr nett. Keiko aus Japan. Jetzt ist der nächste Morgen, Keiko ist schon zum Flughafen um nach Hause zu fliegen und ich hab noch etwas Zeit bevor ich auschecken und ebenfalls zum Flughafen muss. Außerdem hab ich endlich mal einen funktionierende Internet-Verbindung und das nutz ich jetzt aus solange es geht ^^. Zudem gibts kostenloses Muffin-Frühstück, aber mehr als einen Muffin schafft man nicht, denn das sind ganz schöne Klopper ^^Hostelzimmer

Auf dem Flug selbst ist übrigens nix weiter spannendes passiert: 3 Filme und 1 Stunde schlafen hab ich geschafft. Und zwischendrin mal einen Panikanfall, weil HÖHENANGST! so ziemlich das Dümmste was einem in einem Flugzeug überkommen kann/sollte. Außerdem war das Essen sehr… naja. Lecker war es nicht. Demenstprechend hab ich auf das zweite Menü verzichtet (Sandwich mit Gefügelsalat! Ich bin mir auch 80% sicher das da schön eine ganze Tomatenscheibe drauflag :[ – Schokoriegel wurde auch verschmät, weiß ja keiner was da an Zusatz drin ist ;P). Leider ging es mir dann entsprechend mies nach der Ankunft und dem warten an der Immigrations… äh, Anmeldung oder so. Hunger, Durst, viel zu heiß und Inder die sich vordrängeln wollen! Unfassbar. Am Ende alles gut überstanden und dann SCHLAFEN! Nachdem ausführlich mit Keiko geredet wurde. Hostelzimmer

So das wars erstmal, ist ja noch nix weiter spannendes passiert. Hier sind dann auch schonmal ein paar Bilder damit ihr bissl was seht ;D

Ach so! Und was spannend war, war über London zu fliegen – eigentlich hab ich damit schon alles Wichtige gesehen, würd ich mal sagen, denn die Fluglinie ist DIREKT über London, also Buckingham Palace, London-Eye, Themse war alles schon deutlich aus perfekter Vogelperspektive zu sehen. Das hake ich damit also erstmal ab ;P

London von Oben

PS: Es regnet! 😦 Dabei hat der Pilot besseres Wetter versprochen, aber mit Frühling ist hier noch nix! Also freut euch das ihr im schönen, warmen Deutschland seid ;P