Ab nach Norden – Teil 3

Hey 🙂 Ganz fix jetzt noch mal kurz der Abschluss der Reise. Bin ja nun auch schon den fünften Tag hier angekommen, also häng ich ganz schön hinterher mit berichten, aber muss alles seine Ordnung haben. Hoffentlich wird das hier auch alles nicht so lang, aber damit ihr mal ein paar Ortnamen und Storys hört ;P

die gesamte Strecke auf einen Blick

Los gings also in Lac La Hache und ich hatte ja schon ein Bild gepostet mit der km-Angabe: ingesamt etwas mehr als 1400km! Die nächst größere Stadt war Williams Lake, wo auch mein Flugzeug ein paar Tage vorher gelandet ist. Immerhin auch schon etwa 1 Stunde entfernt, aber hier sind die Strecken überhaupt nicht mit deutschen Enterfnungen zu vergleichen! Die Leute lachen euch hier aus wenn ihr denen erzählt ihr lebt 2 Stunden entfernt und da sieht man sich nicht oft – denn das ist hier eigentlich der Regelfall, dass man soweit auseinander lebt – zum nächsten Nachbarn können es schon mal 15 Minuten Fahrt sein und man schafft es trotzdem soziale Kontakte zu erhalten! Interessanten gibt es vom Anfang der Strecke noch nicht zu berichten, zumindest fällt mir nix ein.

Irgendwann kommt man nach Prince George, und die Stadt an sich – wenn auch groß – kam mir nicht sehr interessant vor. Was aber interessant ist, ist dass sie direkt zum Fuße der Rocky Mountains liegt. Man fährt also raus, die Straße lang und dann geht hoch hoch hoch und BUMM! ist man mitten drin in den Rockies! Sehr spannend und wunderschön! Dort lag natürlich noch viel Schnee auf den Gipfeln und Gewässer sind noch zugefroren. Beschreiben kann man es schwer. Es ist nicht so das man denkt: WOW! Unfassbar! WIE SCHÖN! sondern vielmehr: Aha, soso das sind also die Rocky Mountains… VERDAMMTE AXT DIE ROCKY MOUNTAINS! UND ICH FAHR DURCH! ^^

Bilder können das dann alles auch gar nicht fassen, weil ich denke es ist auch ganz stark ein Gefühl… mehr wie etwas Sichtbares? Schwer zu erklären… aber ich hab versucht Bilder zu machen (siehe vorherigen Post). Wobei da wirklich aufgefallen ist – und deswegen hab ich die Landschaftsbilder eigentlich alle nicht gepostet – wie wenig es wirkt. Man steht irgendwann mal oben auf einem… Berg und schaut auf den Fraser (Fluss) runter und überblickt riesige Felder und Berge und Wiesen und… das ist so unfassbar groß alles. So WEIT! Man sieht weit und breit kein Haus, kein Auto, keine Menschen, nichts. Alles wirkt unberührt und… einfach riesig. Naja, das klingt alles bisschen abgelutscht, aber so ist das und dann macht man ein Bild und denkt sich: Aha, ein Feld. Das ist dann irgendwie sinnlos und deswegen quäl ich euch nicht mit langweiligen Landschaftsaufnahmen ;P

Auf der Strecke haben wir dann schon einiges an Deer gesehen. Kurz hinterm Moberly Lake haben wir dann übernachtet. Dort war es super schön. Eisig kalt – über Nacht hat es da gefroren, aber wirklich schön. Der See noch weitestgehend gefroren, kein Mensch weiter auf dem Campingplatz, aber Toiletten mit Toilettenpapier! Da sind die Kanadier bemüht! Auch hier aber wieder einen Bären!Aufgepasst! Schild, aber mir wurde versichert das es noch vom letzten Herbst ist.

Dann weiter und einen kleinen Abstecher nach Fort St. John, wo die Aufnahme von Hunter Dan entstand – in einem Jagdzubehörladen, wo ich auch meine Fishing-Lizenz erwerben konnte (allerdings erst nach Anlaufschwierigkeiten, denn das junge Mädchen an der Kasse hatte Probleme meinen Pass zu lesen! Ist ja auch schwer aus den Namen herauszufinden was denn nun Vor- und was Nachname sein könnte! Ganz zu schweigen von meinem Geburtsdatum! ;P). Dann kurzer Halt am Denkmal beim Charlie Lake (folgende Story: als der Alaska Highway gebaut wurde, sind kurz nach dem Auftauen des Sees im Mai 1942 ein paar US-Soldaten mit Baumaterial über den See geschippert, dann kam Sturm und 12 Männer sind gestorben, 2 konnte ein ansässiger Mann mit Boot retten – oder so. Dafür wird dann ein Denkmal gebaut und wir Deutschen denken: 12 Mann? und gleich ein Denkmal? Legt euch erstmal Geschichte zu, ihr steckt ja noch in den Kinderschuhen!).

Dann weiter und kurz vor Fort Nelson wieder übernachten. Dort waren wir übrigens im Pub und ich wurde natürlich prompt nach dem Betreten um meinen Ausweis gebeten! Tja, das ist dann also schonmal nicht vom Land abhängig ;P Am nächsten Tag waren wir da noch kurz im Visitor Center, bzw. im Recreation Center – das nennt sich so, weil die Leute im Norden nicht sehr viel Ausgleich haben, also bauen die Communities (Gemeinden würde man wohl auf Deutsch sagen) Rec. Centers als Orte wo man sich bewegen kann, meist ist eine Schwimmhalle drin, oder überhaupt sportliche Sachen. Wir waren aber nur im Besucherzentrum, wo es außer jede Menge Prospekte wenig gab. Die sind nämlich vor kurzem erst da rein gezogen und alles sieht noch sehr leer aus. Nett waren sie trotzdem und Internet gab es wie gesagt auch ^^

Gegenüber davon war übrigens ein „Museum“ – wobei das nicht mit euerm Verständnis des Wortes zu tun hat. Hier ist es nämlich so: von Autos trennt man sich selten… oder überhaupt von Metal. Was nicht mehr gebraucht wird oder kaputt ist kommt also nicht auf den Schrott, sondern in den Garten. Wo es dann steht und steht und verrottet und steht. Und aus dergleichen Gegenständen, Metallschrott und Autos bestand das Musuem. Flugzeugmotor, Propeller, alte Autos und Baumaschinen, all sowas stand du rum und hätte die tatsächlich aufgehabt hätte man dafür bezahlen können, aber Saison ist noch nicht also gabs nur alles was draußen steht anzuschauen. Der Hund war sehr interessiert. Ich eher belustig von diesen „historischen Gegenständen“ die nicht älter sind als meine Großeltern ^^

So und dann wieder auf die Straße und nach Muncho Lake, wo ich jetzt also verweile. Dazu denn morgen mehr… oder heute Abend für euch? Oder nachts? Wir werden sehen 🙂

Ach so: eine kleine Story hab ich noch. Auf dem Rückweg vom Museum zu Besucherzentrum mussten wir (Hund, Mama und ich) nur die Straße überqueren. Und ich erwähnte es breits: die Straßen sind selten voll. Dennnoch kam genau da von links 3 Autos und von rechts 1. Brav stellen wir uns also an den Straßenrand und wollen die Autos abwarten, als der Verkehr fix zum Stillstand kommt, nur um uns 3 über die Straße zu lassen! So ein freundliches Völkchen! 🙂 So das soll gewesen sein!

Ganz liebe Grüße!

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Ein Gedanke zu „Ab nach Norden – Teil 3

  1. Huhu,
    Seeehr interssant! Ich wollte grad nur mal schauen, wie weit das alles so von hier weg ist… und Google sagt: „Wir konnten keine Route zwischen Leipzig und Muncho Lake, British Columbia, Kanada berechnen.“ Alles klar, du hast Google überlistet =P
    Hab Dank für deine Schilderungen – ich lese begeistert mit Fernweh.
    Liebste Grüße, der Basti =)

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